Startseite

Gestalttherapie

Seminarangebot

Atemtherapie

Supervision

Notfallintervention/
Traumatherapie

Jahresfortbildung   "Gestalt und Atmung"  2017/18

Anmeldeformulare

Literatur
Links
Impressum

Notfallintervention/Traumatherapie

 

Andreas Schneider und Peter Fleischer sind Trainer für Debriefing und weitergebildet in spezieller Psycho-traumatherapie ( Zertifikat DeGPT; EMDR, Level II ) sowie in Notfallpsychologischer Krisenintervention. Wir waren u.a. Mitbegründer des  Netzwerks Traumahilfe Augsburg/Schwaben, ein Zusammenschluss von NotfalltherapeutInnen in Schwaben, die - in bewußter Abgrenzung von kommerziellen Anbietern und verbandspolitischen Interessen - eintreten wollte für eine praktische Verbesserung der akuten Krisensituation Betroffener. Aufgrund inhaltlicher Bedenken unsererseits innerhalb des Vorstandsgremiums konzentrieren wir uns nun in eigener Praxis auf die professionelle Unterstützung von Betroffenen in den Bereichen Notfallintervention und Psychotraumatherapie.

Im Verlauf der letzten Jahre hat unsere Tätigkeit zwei neue Schwerpunkte bekommen, die nun auch stärker in die Aufmerksamkeit der nicht-fachlichen Öffentlichkeit gerückt sind:  Zum Einen gewinnt die Arbeit im präventiven Bereich der notfallpsychologischen Maßnahmen endlich mehr Anerkennung im deutschen Sprachraum. Begleitung von Menschen nach extrem belastenden und potentiell traumatisierenden Ereignissen wird deswegen häufiger angefordert: Die professionelle Vermittlung von bewährten Ansätzen im nicht-therapeutischen Setting – wie etwa das Debriefing sensu PERREN-KLINGLER und das CISM-Konzept sensu MITCHELL – zählen wir aus Überzeugung zu unserem Aufgabengebiet, vor allem in Zusammenarbeit mit KollegInnen aus den verschiedensten helfenden Berufen.
Zum Anderen unterstützen wir psychotherapeutisch Menschen mit komplexer Symptomatik als Folge von traumatisch wirkenden Erlebnissen wie z.B. Naturkatastrophen, sexuellem Machtmissbrauch, schweren Unfällen, Überfällen oder Foltererfahrung. Dies schließt sowohl die Anwendung spezifischer Vorgehensweisen – wie z.B. des „EMDR“  sensu SHAPIRO – im Rahmen einer traumatherapeutischen Gesamtkonzeption mit ein, als auch die therapeutische Arbeit mit Opfern oder Tätern, z.B. bei
sogenannten "man made desaster"-Ereignissen.

In Zusammenarbeit mit dem Kriseninterventionsdienst Augsburg ("KID“), der für eine professionalisierte Akutbetreuung in Augsburg sorgt, und Kriseninterventionsteams für Schulen ("KIBBS") stehen wir für notwendige Folgebehandlungen seit mehr als fünfzehn Jahren zur Verfügung.
 
Wir verstehen uns auch als Ansprechpartner vor Ort für Verantwortliche in Firmen, Banken und (öffentlichen) Institu- tionen, die für Ihre MitarbeiterInnen Handlungsbedarf sehen im Bereich betriebliche Prävention oder Krisenintervention nach extrem belastenden Ereignissen; wie etwa 2012 in der Region vorgekommene gewaltsame Überfälle auf Juweliergeschäfte, Geldinstitute, Tankstellen etc..

Als Beispiel einer gelungenen Kooperation in diesem Sinne werten wir unsere Mitarbeit seit 1998 beim bundesweiten Therapeutenteam der Deutschen Bahn, ursprünglich im Rahmen der "Eschede-Hilfe"; beim Nachbetreuungsprojekt des Landes Thüringen für Betroffene am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt, seit 2002,  sowie  bei  der Tsunami-Opferhilfe der zentralen Nachbetreuungsstelle "NOAH" ab Januar 2005.

 
 

 

 

Fortbildungsangebot
 

„Kreativität und Lähmung – Spezielle Chancen und Gefährdungen für PsychotherapeutInnen bei notfallpsychologischer Krisenintervention versus traumatherapeutischer Arbeit“

 Basiswissen, Hilfestellung und Reflexionsraum

KollegInnen in Beratungsstellen und Freien Praxen sind in jüngster Zeit zunehmend häufiger mit Ratsuchenden bzw. Betroffenen konfrontiert, die nach (potentiell) traumatisierenden Erlebnissen professionelle Unterstützung suchen.
Wegen einer bislang fehlenden, notfallpsychologischen “Infrastruktur“ - analog zur bereits gut etablierten Notfallmedizin - innerhalb des Gesundheitssystems ist die Situation vielerorts brisant geworden, v. a. wenn in Ballungsräumen nicht ausreichend viele, kurzfristig verfügbare Psychotherapieplätze angeboten werden.
Der Workshop soll daher auf die Besonderheiten eingehen, die den Prozeßverlauf auf Seiten der KlientInnen nach plötzlichen oder anhaltenden, extrem bedrohlichen bzw. ausweglosen Lebensereignissen prägen.  Inhaltlich soll  das Basiswissen vermittelt werden zur notfallpsychologischen Krisenintervention bzw. Psychotraumatologie (Besonderheiten der Exploration beim Erstkontakt; Einordnung von Standardtechniken wie die des Debriefing, Kernkompetenzen der Begleitung im nicht-therapeutischen Setting etc.; Vorstellung und kritische Würdigung des „EMDR“ im Rahmen eines traumatherapeutischen Gesamtkonzeptes).
Der Hauptschwerpunkt soll jedoch auf der Erarbeitung einer individuellen Hilfestellung für TherapeutInnen liegen, die selbstverständlich auch in ihrer eigenen Person speziellen Gefährdungen ausgesetzt sind und/oder besonders kreativ werden können bei der engagierten Unterstützung von KlientInnen mit traumatischem Erlebnishintergrund. Insbesondere die Eröffnung eines Selbsterfahrungs–Reflexionsraumes in der Gruppe ist notwendig, um als TherapeutIn einer salutogenetischen Haltung und einem ressourcenorientierten Handeln näher zu kommen.

 

Methodisches Vorgehen bei der Gruppenarbeit:
Als Gestalttherapeuten arbeiten wir gerne prozessorientiert, d. h. mit den Fragen, die sich im gemeinsamen Arbeiten ergeben, und im Wechsel folgender Methoden:

1) Dialogische Exposition (Inhaltliche Darstellung)
2) Selbsterfahrungs-Einheiten in Kleingruppen
3) Theoretische Reflexion in der Gesamtgruppe
4) Spontanes „In-Szene-Setzen“ von Supervisionsanliegen aus dem TeilnehmerInnenkreis

Handouts der verwendeten Materialien werden zur Verfügung gestellt.

 


Termin:        Auf Anfrage; jeweils 2 Seminartage, Freitag und Samstag, 10 h bis 18 h

Ort:             Praxis pba, Liebigstr. 9, 86153 Augsburg

Kosten:        350.- €

                      16 Seminareinheiten in einer auf max. 12 Teilnehmer/Innen begrenzten Gruppe
                  20 Fortbildungspunkte bei der Bay. Landespsychotherapeutenkammer

Leitung:       Dipl. Psych. Peter Fleischer und Andreas Schneider, Psychol. Psychotherapeuten, 
                  Supervisoren & Notfallpsychologen